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Wie entsteht Aggression?




Was genau versteht man unter Aggression?


Aggression bedeutete nach dem lat. Verb „aggredere“ einerseits „herangehen“ und ander- seits „angreifen“. Ersteres beschreibt eine Kraft, die für etwas oder jemanden eingesetzt wird, eine aktive Herangehensweise , die nicht dazu dient andere Menschen oder Lebewesen zu verletzten, sondern ein biologischer Mechanismus ist, um sich zu verteidigen. Während dieser Aspekt der Aggression eher positiv besetzt ist, hat die zweite Bedeutung eher negativen Charakter. Ein Angriff ( egal ob verbal oder körperlich ) ist ein absichtlich feindseliges Verhalten, welches darauf abzielt anderen (in manchen Fällen auch sich selbst ) Schaden zuzufügen.

Wie entsteht Aggression?

So sieht der Verlauf der Aggression aus:


- Normalzustand - Auslösungsphase - Eskalationsphase - Ausbruchphase Regenerationsphase

Bei jungen Menschen brechen Aggressionen selten sehr plötzlich aus, sondern sie spitzen sich zu. Meistens ist eine auslösende Interaktion mit anderen oder der Umwelt, die den jungen Menschen vom Normalzustand in eine von aggressiven Gefühlen begleitetet Situation bringt.

In der Eskalationsphase gerät der Mensch mehr und mehr aus dem Gleichgewicht, ist sehr angespannt, wirkt aufgeregt und beginnt die Kontrolle zu verlieren. Daraufhin kann ein Ausbruch von Aggression folgen. Aggressionen müssen nicht zwangsweise zum Ausbruch kommen. Je nachdem wie mit aggressiven Gefühlen umgegangen wird.

Wie zeigen sich Aggressionen?

Mit aggressivem Verhalten ist nicht nur körperliche Aggression gemeint, wie beispielsweise treten, schlagen o.ä. Sie können sich verschiedenen äußern. Man unterscheidet acht verschiedenen Formen

  1. Offen gezeigte Aggression, die beobachtbar sind

  2. Verdeckte Aggressionen, z.B. Gerüchte in die Welt setzen

  3. Körperliche Aggression, Schlagen, Treten, Boxen

  4. Verbale Aggression, wie schimpfen, Anschreien

  5. Indirekte Aggression, d.h. etwas zu tun, was nicht mit di- rekten Angriffen zu tun hat, aber die geschädigte Person trifft, z. B. Bestehlen, Zerstören, Verleumden

  6. Nach innen gerichtete Aggression (Autoaggression ), z.B. Nägel kauen, Selbstverletzendes verhalten, Haare ausreißen, mit dem Kopf gegen die Wand schlagen

  7. Gesellschaftlich gebilligte und akzeptierte Aggression, ( Aggression als Verteidigung ) z. B. Kampfhandlungen im Krieg, Handlungen in Notwehr

8. Dissoziale Aggressionen, d.h. gesellschaftlich missbilligte Aggressionen, für die Bestrafung gefordert wird, z. B. Mord, und Todschlag, Zerstören von Eigentum, Folter

Wie kann man mit Aggressionen umgehen?

  • Versuchen, Kontrolle über die Aggression zu bekommen und verschiedenen Problemlösungstechniken ausprobieren

  • Fähigkeiten zur Einschätzung von Situationen anwenden

  • Versuchen, Selbstsicherheit aufzubauen und sich selbst vor anderen zu behaupten

  • Sich aber kontrollieren, um schädigende Aggressionen zu vermeiden

  • Möglichkeiten finden, kooperativ mit anderen umzugehen

  • Wissen, welches Verhalten zu welcher Konsequenz führt

  • Aktivitäten suchen, bei denen man sich abreagieren kann

  • Hilfe auch bei anderen suchen ( Freunde, Familie oder Beratugsstellen, Therapie )

Von Grund aus wird ausgegangen, dass Frauen und Mädchen nicht weniger aggressiv sind als Männer und Jungs. Sie äußern ihre Aggression nur anders. Aggression ist ein En- ergiepotenzial, welches zur Grundausstattung der menschlichen Gefühle gehört, und erst im Laufe der Sozialisation geformt wird. Die Sozialisation ist ein lebenslanger Prozess, in welchem individuelle Verhaltensmuster, Werte, Maßstäbe, Fähigkeiten und Motive in der Auseinandersetzung mit den Rollenerwartungen in der Gesellschaft entstehen. Unter anderem werden die Wut und Aggressionsausbrüche bei Männern und Jungen mehr geduldet als bei Frauen und Mädchen. Sie haben ebenfalls aggressive Gefühle, sie zeigen es jedoch anders. Die Möglichkeit ihre Aggressionen auszuleben, wird den Mädchen untersagt. Diese Abgewöhnung findet bereits im Kindesalter statt. Mädchen dürfen sich nicht raufen. Manche Mädchen entscheiden sich nun auf Dauer dafür, keine schlechten Gefühle zu zeigen, weil sie Angst davor haben die Liebe der Mutter oder anderer wichtigen Personen zu verlieren. Die Konsequenz daraus ist, dass Mädchen und Frauen aggressive Gefühle nicht gegen anderen, sondern gegen sich selbst richten. Sie greifen zu unauffälligen Konfliktlösungsstrategien, bei denen sie Ihre Aggression unbewußt gegen den eigenen Körper richten.

Z. B. Krankheiten, Depression, Alkohol und Drogen, Medikamentenabhängigkeit, Mager- sucht, Bulimie, Suizidversuche und Autoaggressionen. Oft kann man diese Aggressionsausbrüche im Zusammenhang mit Tieren beobachten. Frauen haben eine hohe Tendenz gegenüber Tieren aggressiv zu reagieren. Oft sind es Frauen, welche Zuhause unterdrückt werden, die sich nie äußern dürfen, eine schwache Persönlichkeit haben, ein niedriges Selbstwert Gefühl entwickelt haben, sich nicht durchsetzten können weder in der Beziehung noch am Arbeitsplatz. Ihren Frust lassen sie dann meisten an den schwächeren ab, das sind dann in diesen Fällen die Tiere. Gerade im Pferdesport wurden Studien darüber gemacht. Trainer im Dressursport sowie im Springsport konnten höheres Aggressionsverhalten von Frauen und jungen Mädchen gegenüber dem Pferd beobachten.



( Das war ein kleiner Auszug aus meinem Neuen Buch " Kreis des Vertrauens" / offizielle Veröffentlichung des Buches Mitte Februar 2021 )



In unserem nächsten Blog schauen wir uns mal das Aggressionsverhalten von Menschenaffen genauer an.

www.horsemanship-sanjapanea.com



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